6.0+16
Testen von Android Anwendungen (Preview)
16.1
Voraussetzungen und bekannte Einschränkungen
16.1.1
Voraussetzungen

Für Android Tests müssen folgende Voraussetzungen auf dem Testrechner erfüllt sein:

  • Ein physikalischer Rechner mit ausreichend Rechenleistung (keine alte Mühle :-)). Zusätzlich kann es sinnvoll sein Hardware-Beschleunigung typischerweise im Bios zu aktivieren, falls der Emulator zu langsam ist. Weitere Details findet man unter https://developer.android.com/studio/run/emulator-acceleration.
  • Die Android SDK Command-Line Tools müssen auf dem Rechner verfügbar sein, besser noch, eine Installation des Android Studio wie unten beschrieben.
  • Entweder: Es muss ein Android Mobilgerät über USB mit dem Rechner verbunden sein, wobei USB Debugging auf dem Mobilgerät aktiviert sein muss (Anleitung siehe unten).
  • Oder: Es muss ein Android Emulator installiert sein, der auf einem adäquaten Android Virtual Device (AVD) läuft (Anleitung siehe unten).
  • Auf dem echten oder virtuellen Android Gerät muss das Android API 24 oder größer sein. Dies entspricht der Android Version Nougat oder neuer (siehe auch nachfolgende Liste).
16.1.2
Liste der unterstützten Android Versionen
NameVersions-Nr.ErscheinungsdatumAPI
Nougat7.0 - 7.1.222. August 201624 - 25
Oreo8.0 - 8.121 August 201726 - 27
Pie96. August 201828
Android 10103. September 201929
Android 11118. September 202030
Tabelle 16.1:  Unterstützte Android Versionen
16.1.3
Bekannte Einschränkungen

Hinweis Es gibt folgende Einschränkungen in der dieser Preview Version:

  • Toast Komponenten werden noch nicht unterstützt.
  • Kein automatisches sichtbar Scrollen von Komponenten, die sich außerhalb des sichtbaren Bereichs befinden, um einen einfachen Zugriff zu ermöglichen.
16.2
Installation des Android Studio für Emulator und virtuelles Gerät (AVD)
16.3
Verbinden mit einem echten Android Gerät

Für Tests auf einem echten Android Gerät muss dieses über ein USB-Kabel mit dem Rechner, auf dem QF-Test läuft, verbunden sein. Außerdem muss USB Debugging aktiviert werden.

Zusätzlich wird ein Android SDK auf Ihrer Maschine benötigt. Obwohl es ausreichend sein kann, nur die SDK Kommandozeilewerkzeuge zu intallieren, empfehlen wir das volle Android Studio zu nutzen, wie in Abschnitt 16.2 beschrieben.

USB Debugging aktivieren

Aktivieren Sie USB Debugging für Ihre Android Gerät. Im Regelfall sind dafür folgende Schritte notwendig:

  1. Öffnen Sie auf dem Gerät "Einstellung" -> "Über 'Gerät'".
  2. Tippen Sie sieben Mal auf die Build-Nummer, um "Einstellungen" -> "Entwickleroptionen" verfügbar zu machen.
  3. Dort aktivieren Sie dann die Option "USB Debugging"

Die Referenzdokumentation zum Aktivieren der Entwickleroptionen finden Sie unter https://developer.android.com/studio/debug/dev-options.

Geräte und PC mittels USB Kabel verbinden

  • Wenn Sie Ihr Android Gerät mit dem Rechner verbunden haben und eine Abfrage erscheint, ob USB Debugging für diesen Rechner erlaubt / dauerhaft erlaubt werden soll, so bestätigen Sie dies bitte.
16.4
Eine QF-Test Startsequenz für Android Tests erzeugen
  • Wie immer, öffnen Sie den Schnellstart-Assistenten über das »« Menü oder über den Knopf in der Werkzeugleiste.
  • Wählen Sie "Eine Android Anwendung".

    Abbildung 16.8:  Auswahl des Anwendungstyps im Schnellstart-Assistenten
16.4.1
Nutzung eines Android Emulators
16.4.2
Nutzung eines echten Android Gerätes via USB
16.5
Aktionen und Checks auf der Android App aufnehmen
  • Bitte drücken Sie den Aufnahmeknopf, um zu sehen, wie sich QF-Test bei Android Aufnahmen verhält.
  • Es erscheint ein spezielles Aufnahmefenster, das den Bildschirm des echten Geräts beziehungsweise des Emulators wiedergibt. Dieses Fenster ist notwendig, da es aktuell nicht möglich ist, Aktionen direkt auf dem Gerät oder Emulator aufzuzeichnen. Dies geschieht über das Aufzeichnungsfenster.
  • Mit den Zoom Knöpfen können Sie die Anzeige auf die gewünschte Größe bringen. Bitte beachten Sie, dass das Aufnahmefenster nur ein Abbild der Gerätebildschirms zeigt. Dieses muss gegebenenfalls manuell über den Aktualisierungknopf aufgefrischt werden, entweder einmalig mit dem vierten Knopf von links oder dauerhaft wiederkehrend über dem Aktualisierungknopf ganz rechts außen.

    Abbildung 16.20:  QF-Test Android Aufnahmefenster
  • Nun können Sie Aktionen und Checks aufnehmen und auch wieder abspielen. Anfangs mag es sich etwas ungewohnt anfühlen, mit dem Aufnahmefenster zu arbeiten, aber Sie werden sich bald daran gewöhnen.
  • Abgesehen von diesen Android Spezifika sollte QF-Test genauso funktionieren wie bei den anderen GUI Technologien, abgesehen von in Abschnitt 16.1.3 beschriebenen bekannten Einschränkungen.
  • Zusatzfunktionen:

    Das Aufnahmefenster bietet auch ein paar Annehmlichkeiten. In der Fußzeile links werden die Mauskoordinaten angezeigt, was sehr praktisch ist, wenn man mit absoluten Mausklicks arbeiten muss. Rechts wird die Klasse der letzten hervorgehobenen Komponente angezeigt.

    Über den hellblauen Knopf in der Werkzeugleiste können Sie ein Fenster öffnen, dass die Komponentenhierarchie aller sichtbaren Komponenten inklusive Größe und Koordinaten anzeigt. Dies dient hauptsächlich der Nachverfolgung von Problemen bei der Komponentenaufnahme oder Wiedererkennung, kann aber auch sonst hin und wieder nützlich sein.

    Abbildung 16.21:  Android Hierachiefenster
16.6
Android Hilfsprozeduren

Es gibt eine ganze Reihe an verfügbaren Hilfsprozeduren für Android in der Standardbibliothek. Sie befinden sich in dem entsprechend benannten Package "android".

Einige sind analog zu den anderen GUI Technologien, es gibt aber einige sehr spezifische für mobiles Testen, z.B. um Wischaktionen oder Gesten durchzuführen, zum Blättern auf dem Bildschirm und um bestimmte Einstellungen für Komponenten vorzunehmen.

Abbildung 16.22:  Android Hilfsprozeduren