Handbuch

1
Installation und Start

Die Installation von QF-Test auf den unterstützten Betriebssystemen wird in den folgenden Abschnitten ausführlich beschrieben. Zum Download stehen folgende Paketvarianten zur Verfügung:

Windows (Abschnitt 1.2)
Normalerweise sollten Sie unter Windows QF-Test über das Setup-Programm QF-Test-4.3.2.exe installieren. Dieses benötigt Administratorrechten, um in die gängigen Windows Verzeichnisse schreiben zu können. Für eine lokale Installation ohne besondere Rechte entpacken Sie stattdessen das selbst extrahierende Archiv QF-Test-4.3.2-sfx.exe.
Linux / Unix (Abschnitt 1.3)
Für Linux und andere Unix Systeme entpacken Sie bitte das Archiv QF-Test-4.3.2.tar.gz.
macOS (Abschnitt 1.4)
Für die Installation unter macOS dient das Disk-Image QF-Test-4.3.2.dmg.

Generell kann man Versionen mit unterschiedlichen Versionsnummern von QF-Test parallel installiert haben. Bei der Installation werden vorhandene Konfigurationsdateien nicht überschrieben.

Im Abschnitt 29.2 finden Sie Best Practices für die Installation von QF-Test.

1.1
Systemvoraussetzungen
1.1.1
Primäre Voraussetzungen

QF-Test selbst benötigt Java 8. Ein 64 Bit Java Runtime Environment (JRE) wird mit QF-Test bereitgestellt, so dass Java nicht auf Ihrem System installiert sein muss, sofern dies nicht für das SUT erforderlich ist.

Hinweis Wenn Ihre Umgebung und/oder Ihr zu testendes System (SUT) noch zwingend Java 7 oder sogar Java 6 erfordern, ist dies möglich. Das Java Kommando für das SUT wird getrennt beim Erstellen der Startsequenz für das SUT festgelegt. Für Java 6 werden automatisch ältere Jython und Groovy Versionen herangezogen.

1.1.2
Unterstützte Technologieversionen

Die folgende Tabelle fasst die offiziell unterstützten Versionen von Betriebssystemen und erforderlicher Software für diese QF-Test Version 4.3.2 zusammen. Unterstützung für zusätzliche Systeme und Versionen können auf Anfrage verfügbar sein, jedoch ohne Gewähr. Eine weitere Möglichkeit, um Unterstützung für ältere Software zu erlangen, kann die Nutzung einer der älteren QF-Test Versionen sein, die herunterladbar sind über die Seite https://www.qfs.de/de/qf-test/download.html.

Technologie Versionseinschränkungen Bemerkung
Betriebssystem
Windows7, 8, 8.1, 10, Server 2008 R2, 2012, 2016 
Linux Keine besonderen Einschränkungen
Unix Testen von Swing und JavaFX möglich auf Solaris, HP-UX, AIX,...
macOS Swing, JavaFX und Web Tests möglich.
Java
JDK/JRE 8 für QF-Test; 6 - 11 für das SUT 
Swing Alle Plattformen.
JavaFX8 und höherAlle Plattformen.
SWT3.7 - 4.7Nur Windows und Linux GTK. Für Eclipse/SWT 3.5 - 3.6 können Sie https://archive.qfs.de/pub/qftest/swt_legacy.zip herunterladen und in das swt Verzeichnis Ihrer QF-Test Installation entpacken.
Web-Browser
Verbindungsmodus QF-Driver
Internet Explorer11 
Firefox38 - 43 
ChromeAktuelle stabile Chromium Version (57). Ist Teil der QF-Test DistributionNur Windows.
Verbindungsmodus WebDriver, benötigt Java 8
Edge  
Chrome Wie vom mitgelieferten ChromeDriver unterstützt, aktuell sind das die letzten drei Chrome Versionen, d.h. 67, 68 und 69  
Firefox Wie vom mitgelieferten GeckoDriver unterstützt, aktuell ab Firefox 57 inklusive 60esr Headless Firefox ab Version 57 (empfohlen ab 58)
Safari  
AJAX Toolkits
Detaillierte Aufstellung der unterstützten Toolkits in Abschnitt 44.3
Tabelle 1.1:  Unterstützte Technologieversionen
1.2
Windows Installation

Die Installation von QF-Test für Windows kann auf zwei Arten erfolgen:

1.2.1
Installation mit dem Windows Setup-Programm QF-Test-4.3.2.exe

Dieses Installationsprogramm erfordert Administratorrechte und folgt den Standardvorgaben von Windows, die eine Trennung von nur lesbaren Programmdateien und beschreibbaren Konfigurationsdateien vorsehen. Besteht bereits eine ältere QF-Test Installation, kann QF-Test inklusive Systemkonfiguration optional auch am Windows-Standard vorbei komplett zur vorhandenen Installation geschrieben werden.

4.2+ Installation gemäß Windows Richtlinien
Die Programmdateien werden in C:\Programme\QFS\QF-Test bzw. einem frei wählbaren Zielverzeichnis abgelegt. Die Systemkonfiguration mit beschreibbaren Dateien wird unabhängig vom Zielverzeichnis nach %PROGRAMDATA%\QFS\QF-Test geschrieben.

Hinweis Das Verzeichnis %PROGRAMDATA% kann je nach Windows Version anders heißen, üblich ist C:\ProgramData. Im Windows Explorer ist es standardmäßig ausgeblendet. Ein einfacher Weg, in dieses Verzeichnis zu navigieren, ist die Eingabe von %PROGRAMDATA% in der Adresszeile des Windows Explorers. In der PowerShell verwenden Sie cd $env:PROGRAMDATA, in einem cmd Konsolenfenster ("Eingabeaufforderung") cd /d %PROGRAMDATA%, um in das Verzeichnis und auf das zugehörige Laufwerk zu wechseln.

Installation zusammen mit bereits vorhandener QF-Test Version
Falls eine ältere QF-Test Installation gefunden wird und noch keine Systemkonfiguration in %PROGRAMDATA%\QFS\QF-Test vorliegt, können Sie wählen, ob Sie die Installation gemäß den Windows Richtlinien mit %PROGRAMDATA% vorziehen oder QF-Test weiterhin in der alten Struktur installieren möchten.

In ersterem Fall wird nach Auswahl des Zielverzeichnisses die Systemkonfiguration von der alten Installation einmalig übernommen und nach %PROGRAMDATA%\QFS\QF-Test kopiert.

Wollen Sie die alte Struktur beibehalten, wird QF-Test in dieses Verzeichnis installiert und nutzt die dort vorliegende Systemkonfiguration.

In beiden Fällen wird %PROGRAMDATA%\QFS\QF-Test\qftestpath in den Systempfad aufgenommen und die beiden Programme qftest.exe und qftestc.exe dorthin kopiert. Dies ermöglicht den Start von QF-Test von einem beliebigen Ort aus.

Unabhängig von der Wahl der Installation können die alte und neue QF-Test Version parallel betrieben werden. Bei der Installation gemäß Windows Richtlinien mit %PROGRAMDATA% sind die alte und neue Systemkonfiguration voneinander unabhängig. Wird die alte Struktur beibehalten, teilen sich alle Versionen die gemeinsame Systemkonfiguration. Perspektivisch raten wir zum Übergang zu %PROGRAMDATA%, da die für die alte Struktur notwendige Änderung von Zugriffsrechten im Programmverzeichnis kritisch zu sehen ist. In der Übergangsphase von QF-Test 4.1 zu 4.2 kann es aber einfacher sein, beide Versionen gemeinsam vorzuhalten. Der Wechsel zur Installation gemäß Windows Richtlinien mit %PROGRAMDATA% kann auch im Zuge einer späteren Installation erfolgen.

1.2.2
Auspacken des selbstextrahierenden Archivs QF-Test-4.3.2-sfx.exe

Wenn Sie nicht über Administratorrechte verfügen oder alle Dateien von QF-Test zusammen an einer Stelle haben möchten, packen Sie das Archiv QF-Test-4.3.2-sfx.exe zunächst an einem geeigneten Ort aus. Hierzu kopieren Sie es an die gewünschte Stelle und führen es dort aus. Falls 7-Zip auf Ihrem System installiert ist können sie das Archiv alternativ per Rechtsklick mit 7-Zip öffnen und dann damit extrahieren. Am Zielort wird das Verzeichnis qftest erstellt, das im Weiteren als Wurzelverzeichnis von QF-Test bezeichnet wird und gleichzeitig die Systemkonfiguration beinhaltet.

Anschließend können Sie das Programm minisetup-noadmin.exe im Unterverzeichnis qftest-4.3.2 ausführen, um Verknüpfungen für die zu QF-Test gehörenden Dateiendungen und einen Eintrag im Windows Startmenü sowie optional ein Desktop Icon zu erstellen. Falls Sie über Administratorrechte verfügen, können Sie stattdessen minisetup-admin.exe ausführen, um diese Einstellungen für alle Anwender vorzunehmen und zusätzlich das Verzeichnis %PROGRAMDATA%\QFS\QF-Test\qftestpath in den Systempfad aufzunehmen und die beiden Programme qftest.exe und qftestc.exe dorthin zu kopieren.

Wenn Sie stattdessen eine vollständig portable Installation bevorzugen, können Sie im Verzeichnis qftest einen neuen Ordner namens userdir anlegen. Dieser wird dann anstelle von %APPDATA%\QFS\QF-Test als benutzerspezifisches Konfigurationsverzeichnis verwendet, so dass wirklich alle zu QF-Test gehörenden Dateien an einem Ort zusammen liegen und keine Änderungen am System vorgenommen werden.

1.2.3
Abschluss der Installation und Java Konfiguration

Zum Abschluss der Installation bietet jedes der Setup-Programme an, u.a. das zu verwendende Java Programm für QF-Test zu konfigurieren. Dies geschieht mit Hilfe eines kleinen Dialogs, in dem Sie dieses auswählen können. Bei einer portablen Installation können diese Einstellungen durch Ausführen von qftest\qftest-4.3.2\bin\qfconfig.exe vorgenommen werden.

4.2+ QF-Test wird mit einem 64 Bit Java Runtime Environment ausgeliefert. Dieses befindet sich im Installationsverzeichnis von QF-Test. Es wird empfohlen, dieses zu verwenden. Auf einem 32 Bit Windows System müssen Sie zunächst selbst ein Java 8 JDK oder JRE installieren. Sie können hierzu ein 32 Bit JRE 8 in QF-Test's Installationsverzeichnis als ...\qftest-4.3.2\jre\win32 kopieren und dann im erwähnten Dialog das QF-Test Java auswählen. Alternativ können Sie es als System JRE oder an einen beliebigen anderen Platz installieren und als alternatives Java Programm für QF-Test konfigurieren.

Außerdem enthält der Dialog eine Einstellmöglichkeit des maximal für QF-Test zur Verfügung stehenden Speichers. Standardmäßig werden 512 MB verwendet.

Als dritten Wert können Sie die Sprache für QF-Test festlegen. Normalerweise richtet sich diese nach den Systemeinstellungen, Sie können aber auch gezielt die deutsche oder die englische Version auswählen.

Diese Einstellungen werden in der Datei launcherwin.cfg in QF-Test's Verzeichnis für die Systemkonfiguration gespeichert und von dort durch das qftest.exe Startprogramm gelesen. Sie können das Konfigurationsprogramm jederzeit aus dem System Menü heraus aufrufen, um diese Einstellungen zu ändern.

1.3
Linux/Unix Installation

Wählen Sie zunächst ein geeignetes Verzeichnis aus, das diese und zukünftige Versionen von QF-Test beherbergen wird, z.B. /opt oder /usr/local. Wechseln Sie in dieses Verzeichnis und stellen Sie sicher, dass Sie Schreibzugriff darauf haben. Wenn Sie auf eine neue Version von QF-Test aufrüsten, verwenden Sie das selbe Verzeichnis wieder.

Packen Sie das .tar.gz Archiv mittels tar xfzv QF-Test-4.3.2.tar.gz aus. Dabei wird das Verzeichnis qftest erstellt, das im Weiteren als Wurzelverzeichnis von QF-Test bezeichnet wird. Unter Linux/Unix ist dies gleichzeitig das Systemverzeichnis, das die Systemkonfiguration von QF-Test enthält.

Nach der ersten Installation von QF-Test enthält das Wurzelverzeichnis nur das versionsspezifische Unterverzeichnis qftest-4.3.2. Bei einem Update wird ein neues Unterverzeichnis für die aktuelle Version hinzugefügt.

Um die Installation abzuschließen, wechseln Sie mittels cd qftest/qftest-4.3.2 in das Unterverzeichnis für die aktuelle QF-Test Version und führen dort eines der beiden Setup Skripte aus. setup.sh ist ein normales Bourne Shell Skript, setup.ksh ein Skript für die Korn Shell. Unter Solaris müssen Sie ./setup.ksh ausführen, unter anderen Unix Systemen sollten beide Varianten funktionieren. Die bevorzugte Version ist ./setup.sh. Falls Sie auf die Korn Shell Variante angewiesen sind und selbst einen Link setzen oder QF-Test direkt aus seinem bin Verzeichnis starten wollen, achten Sie darauf, das Skript qftest.ksh an Stelle des normalen qftest Skripts zu verwenden.

Diese Setup Skripte erzeugen die Verzeichnisse log, jython, groovy und javascript im QF-Test Wurzelverzeichnis, sofern diese noch nicht vorhanden sind. Anschließend wird auf Wunsch ein symbolischer Link vom Verzeichnis /usr/local/bin (oder /usr/bin, falls es kein /usr/local/bin gibt) zum entsprechenden Bourne Shell oder Korn Shell Startskript für den qftest Befehl erstellt. Sie benötigen Schreiberlaubnis für /usr/local/bin, um diesen Link zu erstellen.

Unter Linux sollte QF-Test normalerweise sein mitgebrachtes JRE verwenden. Alternativ kann nun das java Programm festgelegt werden, mit dem QF-Test gestartet wird, sofern nicht mittels -java <Programm> ein anderes Java Programm angegeben wird. Das setup Skript durchsucht hierzu den PATH und schlägt das erste gefundene java Programm vor. Befindet sich kein java Programm im PATH oder wollen Sie ein anderes verwenden, können Sie ein java Programm angeben. Das Skript ermittelt dann selbstständig die JDK Version.

Als nächstes steht die Angabe des maximal für QF-Test zu Verfügung stehenden Speichers an. Standardmäßig werden 512 MB verwendet. Alternativ kann QF-Test mit der Kommandozeilenoption -J-XmxZZZm gestartet werden, wobei ZZZ den Speicher in MB definiert.

Zuletzt haben Sie die Möglichkeit, die Sprache für QF-Test auszuwählen. Diese richtet sich normalerweise nach den Systemeinstellungen, kann aber auch gezielt auf Deutsch oder Englisch eingestellt werden. Allerdings gilt diese Einstellung dann für alle Anwender. Alternativ können Sie QF-Test mit der Option -J-Duser.language=XX aufrufen, mit XX gleich de für Deutsch oder en für Englisch.

Sofern oben genannte Werte vom Standard abweichen, werden sie in die Datei launcher.cfg in QF-Tests Wurzelverzeichnis geschrieben. Diese Datei wird vom qftest Startskript ausgewertet und auch bei einem Update von QF-Test herangezogen.

1.4
macOS Installation

Zur Installation von QF-Test als macOS-Anwendung aktivieren Sie das Disk-Image QF-Test-4.3.2.dmg und kopieren Sie die QF-Test Anwendung in den Ordner Programme (oder einen anderen Ordner nach Wahl) und starten Sie QF-Test von dort.

Hinweis Das mit macOS seit OS X Version 10.6 ausgelieferte JavaRuntimeSupport-Paket enthält leider einen Fehler, der einen Absturz von QF-Test beim Start hervorrufen kann. Der Fehler wurde in OS X 10.11 und in Java für OS X 2015-001 behoben. Der Absturz wird vermieden, indem man das Java SE 6-Paket von https://support.apple.com/kb/DL1572 installiert.

Hinweis Um eine spezielle Konfiguration wie zum Beispiel den für QF-Test zur Verfügung stehenden Speicher oder die Sprache anzupassen gibt es für QF-Test unter macOS einen speziellen Unterpunkt in den QF-Test Optionen (Allgemein->Programmstart). Hier können die gewünschten Einstellungen gesetzt werden, welche dann beim Neustart von QF-Test gesetzt werden.

1.5
Lizenzdatei

Zum Start benötigt QF-Test eine Lizenzdatei, die Sie von Quality First Software GmbH erhalten.

4.0+ Seit QF-Test 4.0 ist der empfohlene Weg, Lizenzen direkt über das Menü »Hilfe«-»Lizenz aktualisieren...« zu aktivieren oder zu aktualisieren.
Alternativ funktioniert auch noch der folgende traditionelle Weg:

Stellen Sie die Lizenzdatei in das Systemverzeichnis von QF-Test. Unter Windows ist dies je nach Installationsvariante %PROGRAMDATA%\QFS\QF-Test (vgl. Abschnitt 1.2) oder, wie unter Linux, das Wurzelverzeichnis von QF-Test. Achten Sie darauf, dass die Datei den Namen license ohne Erweiterungen erhält. Manche Mailprogramme versuchen den Dateityp zu erraten und hängen eigenständig eine Erweiterung an. Wenn Sie auf eine neue QF-Test Version aufrüsten, können Sie die Lizenzdatei einfach beibehalten, sofern diese für die neue Version gültig ist.

Hinweis Für eine Aufstellung der für QF-Test relevanten Verzeichnisse öffnen Sie den Info-Dialog über das Menü »Hilfe«-»Info« und wählen den Reiter "Systeminfo".

Wenn Sie Ihre Lizenz erweitern, z.B. auf eine größere Benutzerzahl oder eine neue Version von QF-Test, erhalten Sie von Quality First Software GmbH dazu eine Datei namens license.new. Diese Datei ist normalerweise selbst keine gültige Lizenz, sondern muss mit Ihrer aktuellen Lizenz kombiniert werden. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

  • Speichern Sie die Datei license.new in das selbe Verzeichnis, in dem Ihre aktuelle Lizenz liegt. Stellen Sie sicher, dass dieses Verzeichnis und die alte Lizenzdatei namens license von Ihnen beschreibbar sind.
  • Starten Sie QF-Test im interaktiven Modus. QF-Test erkennt selbstständig die neue Datei, überprüft sie auf Gültigkeit und bietet Ihnen an, Ihre Lizenz zu aktualisieren.
  • Wenn Sie zustimmen, wird die aktuelle Lizenz in license.old umbenannt und die neue, kombinierte Lizenz in license geschrieben. Wenn Sie sich vergewissert haben, dass alles in Ordnung ist, können Sie die Dateien license.old und license.new löschen.
  • Sollte QF-Test das Update nicht erkennen, überprüfen Sie, ob der Zeitstempel der Datei license.new neuer ist als der von license. Achten Sie auch darauf, dass nicht bereits eine Instanz von QF-Test auf Ihrem Rechner läuft.

Wenn Sie einen besonderen Namen oder Pfad für die Lizenzdatei verwenden oder mit mehr als einer Lizenzdatei arbeiten möchten, so lässt sich dies durch Verwendung des Kommandozeilenarguments -license <Datei> erreichen, das in Kapitel 38 beschrieben wird.

1.6
Konfigurationsdateien

Hinweis Für eine Aufstellung der für QF-Test relevanten Verzeichnisse öffnen Sie den Info-Dialog über das Menü »Hilfe«-»Info« und wählen den Reiter "Systeminfo".

Beim Beenden speichert QF-Test die Fensterpositionen und persönliche Einstellungen in einer Datei namens config im benutzerspezifischen Konfigurationsverzeichnis von QF-Test, welches außerdem die Protokolle von Tests enthält, die im interaktiven Modus durchgeführt werden sowie Profil-Verzeichnisse für Webtesten und temporäre Dateien zur Bearbeitung und Ausführung von Skripten.

4.2+ Unter Windows ist das benutzerspezifische Konfigurationsverzeichnis normalerweise %APPDATA%\QFS\QF-Test für neue Installationen. Falls dieses Verzeichnis nicht existiert und Sie bereits eine QF-Test Version älter als 4.2 auf diesem System genutzt haben, welches das Verzeichnis .qftest in Ihrem Anwenderverzeichnis erstellt hat, nutzt QF-Test dieses Verzeichnis weiter.
Sie können manuell den Inhalt des Verzeichnisses .qftest nach %APPDATA%\QFS\QF-Test verschieben und anschließend .qftest entfernen. QF-Test ab Version 4.2.0 nutzt dann nur noch dieses Verzeichnis. Sie sollten diesen Vorgang aber nur durchführen, wenn Sie keine Version älter als 4.2.0 mehr verwenden möchten!
Unter Linux ist das benutzerspezifische Konfigurationsverzeichnis immer ~/.qftest.
Unter macOS befindet es sich unter /Users/<username>/Library/Application Support/de.qfs.apps.qftest.
Die persönliche Konfigurationsdatei wird nicht gelesen, wenn QF-Test im Batchmodus ausgeführt wird (vgl. Abschnitt 1.7). Unabhängig von den Systemvorgaben können Sie das benutzerspezifische Konfigurationsverzeichnis jederzeit über das Kommandozeilenargument -userdir <Verzeichnis> festlegen oder nur die Konfigurationsdatei mittels -usercfg <Datei>.

Systemeinstellungen, die von mehreren Anwendern gemeinsam genutzt werden, speichert QF-Test in der Datei qftest.cfg im systemspezifischen Konfigurationsverzeichnis, welches auch die Lizenzdatei, Module für Skripte, Java Plugins und andere Dateien beinhaltet. Unter Windows hängt der Ort des Systemverzeichnisses von der Installations-Variante ab (vgl. Abschnitt 1.2). Es befindet sich entweder in %PROGRAMDATA%\QFS\QF-Test oder im Wurzelverzeichnis von QF-Test.
Unter Linux und macOS ist das Systemverzeichnis normalerweise identisch zum Wurzelverzeichnis von QF-Test.
Den Ort der System-Konfigurationsdatei können Sie über das Kommandozeilenargument -systemcfg <Datei> ändern, das gesamte Systemverzeichnis via -systemdir <Verzeichnis>.

1.7
Aufruf von QF-Test

Es gibt zwei Modi, in denen QF-Test ausgeführt werden kann. Im normalen Modus ist QF-Test der Editor für Testsuiten und Protokolle und das Kontrollzentrum zum Starten von Programmen, Aufzeichnen von Events und Ausführen von Tests. Wird QF-Test mit dem Argument -batch aufgerufen, geht es in den Batchmodus. Anstatt ein Editor Fenster zu öffnen, lädt es die auf der Kommandozeile angegebenen Testsuiten und führt sie automatisch aus, ohne dass es weiterer Eingriffe bedarf. Das Ergebnis des Testlaufs wird durch den Rückgabewert von QF-Test sowie den optionalen Protokollen (siehe Abschnitt 8.1) und Reports (siehe Abschnitt 8.1) ausgedrückt.

Das Setup Skript für Linux/Unix erstellt auf Wunsch einen symbolischen Link von /usr/local/bin zum qftest Startskript im Verzeichnis qftest-4.3.2/bin unter QF-Tests Wurzelverzeichnis. Damit können Sie QF-Test einfach durch Eingabe von qftest starten.

Unter Windows wird ein Menüeintrag und auf Wunsch auch ein Desktopicon für QF-Test erstellt. Sie können QF-Test entweder darüber, oder durch einen Doppelklick auf eine Testsuite oder ein Protokoll aufrufen, da diese Dateien mit QF-Test verknüpft sind. Um QF-Test von der Konsole zu starten, geben Sie einfach qftest ein.

Für den Aufruf von der Kommandozeile stehen diverse Argumente, wie z.B. die zu verwendende Java VM, zur Verfügung, die ausführlich in Kapitel 38 beschrieben werden.

Wenn gleichzeitig unterschiedliche Versionen von QF-Test installiert sind, kann eine bestimmte Version durch den gezielten Aufruf des qftest Programms direkt aus dem jeweiligen qftest-X.Y.Z/bin Verzeichnis gestartet werden.

Mac Wenn QF-Test aufgrund von inkorrekten Einstellungen unter Optionen->Allgemein->Programmstart QF-Test nicht mehr korrekt startet, können die Standard Einstellung wieder hergestellt werden. Dazu müssen in einem macOS Terminal folgende zwei Kommandos ausgeführt werden.

defaults write de.qfs.qftest /de/qfs/qftest/ \
        -dict-add JVMOptions/ '{"Xmx"="-Xmx512M";"Xms"="-Xms16m";}'
defaults write de.qfs.qftest /de/qfs/qftest/ \
        -dict-add JVMArguments/ '{"args"="";}'
Beispiel 1.1:   Zurücksetzen der Programmstart Optionen unter macOS

1.8
Firewall Sicherheitswarnung

Beim Start von QF-Test und/oder der zu testenden Anwendung über QF-Test kann eine Sicherheitswarnung der Windows-Firewall auftreten mit der Frage, ob Java geblockt werden soll oder nicht. Da QF-Test Netzwerkprotokolle für die Kommunikation mit dem SUT (System under Test) nutzt, darf dies nicht geblockt werden, um das automatisierte Testen zu ermöglichen.