Handbuch

Swing40.1
Verbindung mit einem JDK

Hinweis Normalerweise verbindet sich QF-Test automatisch mit AWT/Swing Anwendungen, sofern Sie nicht die Option Ohne JDK Instrumentierung verbinden (Swing) deaktivieren oder mit nicht-standard JDKs arbeiten. In diesen Sonderfällen müssen zunächst das JDK instrumentieren, mit dem das SUT ausgeführt wird.

Um ein JDK instrumentieren zu können, benötigen Sie Schreibrechte auf einige seiner Unterverzeichnisse, so dass Sie für diesen Schritt QF-Test gegebenenfalls mit Administratorrechten ausführen müssen. Details zur Accessibility-Schnittstelle und der Instrumentierung finden Sie in Kapitel 40. Dieser Abschnitt befasst sich damit, wie Sie die (De-)Instrumentierung mit QF-Test durchführen können und wie QF-Test die Informationen darüber verwaltet, welche JDKs bereits instrumentiert wurden.

Nachdem Sie QF-Test gestartet haben, öffnen Sie bitte über den Menüeintrag »Extras«-»Instrumentierung der JDKs verwalten...« folgenden Dialog:

Dialog zur JDK Instrumentierung
Abbildung 40.1:  Dialog zur JDK Instrumentierung

Hinweis Falls Sie eine Warnung bekommen, dass die Datei zur Verwaltung der JDKs gegenwärtig gesperrt ist, liegt das normalerweise daran, dass ein anderer Anwender die selbe QF-Test Installation verwendet und gerade JDKs instrumentiert. Versuchen Sie es in diesem Fall kurze Zeit später noch einmal. Wenn die Sperre nicht verschwindet obwohl augenscheinlich niemand mit der JDK Instrumentierung arbeitet, können Sie diese auch einfach ignorieren.

Der Dialog zur Instrumentierung zeigt die Liste der JDKs und JREs, die QF-Test bekannt sind. Anfangs enthält diese Liste nur ein JDK, nämlich das, mit dem QF-Test selbst läuft. Wenn Ihr SUT mit einem anderen JDK oder JRE gestartet wird, müssen Sie QF-Test dessen Ort mitteilen. Öffnen Sie dazu über den Button "JDK/JRE Suchen" den Dateiauswahldialog und wählen Sie darin ein Verzeichnis aus. QF-Test durchsucht dieses Verzeichnis sowie alle direkten oder indirekten Unterverzeichnisse und fügt alle dabei gefundenen JDKs zur Liste hinzu.

Falls Sie nicht wissen mit welchem JDK Ihr SUT ausgeführt wird, instrumentieren Sie zunächst nur das eine JDK, das immer verfügbar ist, und probieren Sie, ob es damit funktioniert. Wenn es nicht funktioniert, bemerken Sie das daran, dass nach dem Start des SUT der Aufnahmeknopf Aufnahme nicht aktiviert wird. In diesem Fall können Sie entweder Ihre Entwickler fragen oder selbst nach dem JDK suchen. Unter Windows ist C:\Programme\Java ein aussichtsreicher Kandidat. Unter Unix gibt es verschiedene Möglichkeiten, üblich sind z.B. /usr/lib/java, /usr/share/java, /usr/local/java, etc. Es kann aber auch sein, dass Ihre Anwendung mit einem eigenen JRE ausgeliefert wird. Daher empfiehlt es sich, QF-Test auch das Verzeichnis des SUT durchsuchen zu lassen.

In der Spalte 'Typ' steht normalerweise 'JDK' oder 'JRE' bzw. '---' im Falle eines ungültigen Pfades. Diese Typ Information ist nur der Vollständigkeit halber vorhanden und nicht wirklich von Bedeutung. Wichtig ist hingegen die Spalte 'Status'. Hier sind folgende Werte möglich:

Nicht instrumentiert
Das JDK ist in seinem initialen, unmodifizierten Zustand.
Instrumentierung aktuell
Das JDK wurde instrumentiert und die dabei installierte jar Datei entspricht der aktuellen Version von QF-Test.
Instrumentierung veraltet
Das JDK wurde instrumentiert, die aktuelle QF-Test Version beinhaltet jedoch eine aktuellere jar Datei, so dass Sie das JDK erneut instrumentieren müssen.
Instrumentierung inkonsistent
Das JDK wurde nur zum Teil instrumentiert, entweder weil etwas während der (De-)Instrumentierung schiefgegangen ist, oder weil jemand (oder ein anderes Programm) das JDK modifiziert hat. Instrumentieren oder deinstrumentieren Sie das JDK nach Bedarf.
Pfad ungültig
Entweder gibt es das JDK nicht mehr, dann können Sie diesen Eintrag aus der Liste entfernen, oder es gehört - wie unten beschrieben - zu einem anderen Rechner, dann sollten Sie es einfach ignorieren.

Zum Instrumentieren, Deinstrumentieren oder Entfernen aus der Liste selektieren Sie ein oder mehrere JDKs und klicken Sie auf den entsprechenden Button. Wenn Sie fertig sind, speichern Sie die Liste und schließen Sie den Dialog.

Die Liste der QF-Test bekannten JDKs wird in der Datei qfconnect.properties in QF-Test's Systemverzeichnis gespeichert. Falls QF-Test auf einem Netzlaufwerk installiert ist, welches von mehreren Rechnern - eventuell mit unterschiedlichen Betriebssystemen - genutzt wird, teilen sich alle Systeme diese Datei. Wie Sie in obiger Abbildung sehen ist das kein Problem. Wenn Sie den Dialog öffnen, überprüft QF-Test, ob die gespeicherten JDKs auf diesem System existieren. Nicht vorhandene JDKs werden mit "Pfad ungültig" markiert und können ignoriert werden. Kurz gesagt können Sie z.B. zunächst auf einem Windows System Ihre Windows JDKs instrumentieren und später auf einem Unix System die dortigen JDKs, ohne dass diese miteinander in Konflikt kommen.

Sollten Sie keine Schreibberechtigung für die qfconnect.properties Datei haben, kann QF-Test zwar die Liste der JDKs nicht speichern, die Instrumentierung an sich ist davon aber nicht betroffen.