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Autor: Yann Spöri
16. Januar 2019

Wieso sollten Sie Ihre Software testen?

Softwarebugs sind lästig - für Anwender wie Softwarehersteller. Letztere aber sollten Bugs nutzen, um Ihre Software stetig zu verbessern, am besten von Anfang der Entwicklung an. Trotzdem wird es vermutlich nie wirklich fehlerfreie geben, oder doch? Eher eine philosophische Frage.

Die Geschichte der Softwareprogrammierung ist auch von Softwarefehlern geprägt. Softwarefehler sind natürlich ein Problem - vor allem, wenn Fehler schädlich oder kostspielig sind, oder andere unvorhersehbare Folgen haben.

Das heißt aber nicht, dass wir nicht aus jedem Fehler lernen könnten. Jeder analysierte und behobene Fehler gibt uns die Möglichkeit, zu erfahren, was schief gelaufen ist. Dieser Lernprozess kann uns dabei helfen, fehlerhafte Funktionen zu vermeiden. Der Lernprozess hilft auch weitere ähnliche, unentdeckte Fehler in anderen Softwareprogrammen zu finden. Ganz allgemein gibt es zwei Möglichkeiten Softwarefehler zu finden.

  1. Die erste besteht darin, den Quellcode eines Programms zu betrachten, jeden Schritt zu analysieren und zu prüfen, ob wir Quellcodemuster finden können, die problematisch sein können. (Entweder von Hand (Software-Review) oder in gewissem Umfang auch automatisch.) Zum Beispiel können wir überprüfen, ob wir im Code Quelltextmuster finden, die den Quelltextmustern ähneln, die sich als problematisch erwiesen haben. Das Auffinden und Analysieren solcher Muster wird zum Teil vom Compiler bereits durchgeführt. Deshalb sollten wir Compiler-Warnungen ernst nehmen.
  2. Die andere Möglichkeit Softwarefehler zu finden, besteht darin, die Programm- / Programmteile auszuführen und zu testen, ob das Programm (unter bestimmten Umständen) abstürzt oder ein unerwartetes Verhalten zeigt.

Sobald ein unerwartetes Verhalten auftaucht, muss der Fehler analysiert und behoben werden. Während der Fehlerbehebung können sich aber auch neue Fehler in den Code einschleichen. Diese Verquickung zwischen dem Debugging - Beheben des Bugs und der Anzahl der Fehler im Code wird im "Programmer’s Drinking Song" formuliert:

99 kleine Fehler im Code.

99 kleine Fehler im Code.

Nimm einen weg, patche drum herum,

127 kleiner Fehler im Code ... 

Wir testen also nicht nur um neue Fehler zu finden, sondern auch um sicherzustellen, dass behobene Fehler behoben bleiben. Dies bedeutet jedoch, dass jeder Testfall / Testschritt immer dann geändert werden muss, wenn der Quellcode geändert wird. Wenn dies von Hand gemacht wird, kann dies ein fader, langweiliger und zeitraubender Schritt sein.

Mit einer spezialisierten Software - wie QF-Test - können wir unsere Testschritte automatisieren.

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